Gefahren bei Elektro-Hybridautos

Wie kann die Feuerwehr bei Unfällen mit solchen Elektroautos helfen?

Elektrische Gefahren!

Elektro- Hybridfahrzeuge besitzen neben der üblichen 12-V Bleibatterie eine Nickel- Medallhydrid (NIMH) Batterie, bei der je nach Fahrzeugmodell eine elektrische Spannung von bis zu 300V (bei Bussen: ca.680V) anliegen.

Maßnahmen:

· Vollständige Feuerwehrschutzbekleidung tragen

· Fahrzeug ausschalten (POWEER- Schalter oder Not Aus Taster drücken)

· Die 12V- oder 24V Hilfsbatterie abklemmen

ACHTUNG!

Nach Ausschalten des Fahrzeuges ist der elektrische Teil des Hybrid- Systems noch 90 Sekunden aktiv. Die Spannung in den Kabeln für den elektrischen Betriebsstrom baut sich innerhalb von 5 Min. ab.

Bei der Brandbekämpfung Sicherheitsabstand von 1 Meter bei Sprühstrahl und 5 Meter bei Vollstrahl zu Spannungsführenden Teilen einhalten, sofern NICHT sichergestellt werden konnte, dass das Hybridsystem deaktiviert ist.

Löschen mit Wasser

Grundsätzlich wird man zunächst einen Brand mit dem klassischen Löschmittel Wasser bekämpfen.

Das Löschen mit Wasser hat den großen Vorteil, dass alle geschädigten Zellen, deren Gehäuse offen ist, endgültig durch den Kontakt mit Wasser abbrennen. Da solche Brände immer mit sehr großen Mengen Wasser gelöscht werden müssen, werden Zellen deren Gehäuse nicht beschädigt ist gut gekühlt und vor einer Schädigung/ Explosion bewahrt.

Li-Ionen- Akkus sind hermetisch gekapselt. Das Lithium Metall reagiert aber heftig mit Wasser, insbesondere in defekten Zellen im elektrisch geladenen Zustand. Sowohl bei der Reaktion des Lithiums mit dem Elektrolyten als auch mit dem Löschwasser entsteht Wasserstoff. Dieser Wasserstoff kann unter Umständen mit der Umgebungsluft zündfähige Gemische bilden und schlagartig abbrennen, wobei zu beachten ist, dass man die Wasserstoffflamme nicht sieht.

Wasserstoff/ Luft- Mischungen sind in einem sehr weiten Mischungsverhältnis zündfähig (4 bis 75 Vol.% H2 in Luft) und sie benötigen eine sehr niedrige Zündenergie, so dass bereits geringe elektrostatische Entladungen als Zündquelle ausreichen. Im Mischungsbereich von 18 bis 59 Vol.% sind Wasserstoff/ Luft Mischungen sehr reaktionsfreudig. Sie haben eine sehr schnelle Flammenausbreitungsgeschwindigkeit.

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